Gender und Diversity-Strategien: Entwicklungszusammenarbeit und Perspektiven postkolonialer Theorie


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Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Zentraleinrichtung zur Förderung von Frauen- und Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin

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Arbeitsgruppen

 

In themenspezifischen Arbeitsgruppen werden konstruktive Dialoge auf Gebieten wie der Implementierung von Gender-und Diversity-Konzepten in EZ-Projekten, Gender & Diversity und Soziale Kohäsion (wie am Fallbeispiel von Social Protection Schemes und Gender Budgeting) und Gender, Diversity und Care (am Beispiel sozialer Sicherung im informellen Sektor) diskutiert.

 

Mehr Informationen zu den Vortragenden der Impulsreferate finden Sie an dieser Stelle.

 


AG 1: Soziale Kohäsion & Geschlechtergerechtigkeit

Exklusion und andere Diskriminierungen – was kann ein social-cohesion Ansatz leisten?

 

Impulsreferat: Susan Javad, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin

 

Soziale Kohäsion beschreibt die Stärke und Stärkung des sozialen Zusammenhalts der Gesellschaft unter sich verändernden Bedingungen. Einen Hintergrund für den fortschreitenden Zerfall von sozialer Kohäsion liefern Desintegrations- und Spaltungsprozesse in der Moderne. Zentrale Aspekte zur Förderung Sozialer Kohäsion sind soziale Anerkennung, soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Partizipation und eben auch in erster Linie der Kampf gegen Ungleichheit und Diskriminierung, soziale Ausgrenzung und Marginalisierung, insbesondere unter Berücksichtigung von Geschlechtergerechtigkeit. In dieser Arbeitsgruppe sollen intersektionale Perspektiven auf Umverteilung und soziale Ungleichheit und deren Folgen für Soziale Kohäsion in einem globalen Kontext verfolgt werden.

 

Schlüsselfragen:

 


AG 2: Verteilungsgerechtigkeit – Arbeit an Begriffen

Gerechtigkeit, Gleichheit, Diversity - worüber sprechen wir eigentlich?

 

Impulsreferat: Susanne Lettow, Freie Universität Berlin

 

Die Frage nach Verteilungsgerechtigkeit berührt nicht nur die Umverteilung von Dienstleistungen, Steuergeldern und immateriellen Wirkungen nichtöffentlicher und öffentlicher Güter. Aus einer feministisch-kritischen Perspektive stellt sich auch die Frage, wie geschlechtsspezifische Auswirkungen von Geldströmen, Zugangsoptionen zu sozialer Sicherung, politischer Partizipation und einer materiell im umfassenden Sinne fairen Umverteilung zu beschreiben sind. Grenzen von Gleichheitsdefinitionen sind entsprechend gendersensibel auszuloten und in die kritische Prüfung von postkolonialen und Diversity-orientierten erweiterten Perspektiven zu stellen - speziell im Kontext der policy-Felder, die auf dieser Tagung diskutiert werden.

 

Schlüsselfragen:

 


AG 3: Feministisch-kritische Perspektiven auf Ökonomie

 

Impulsreferate: Lilian Fankhauser, Universität Bern und Regina Frey, genderbüro, Berlin

 

Die gegenwärtige neoliberale Entwicklung der Wohlfahrtsstaaten steuert auf eine große Krise der bezahlten und unbezahlten Arbeit im Rahmen einer Care Ökonomie zu, die uns auf neue Art und Weise mit alten Fragestellungen der feministischen Ökonomie konfrontiert. Feministische Ökonominnen fordern den freien Zugang zu Leistungen eines unentgeltlichen öffentlichen Wohlfahrtssektors und eine geschlechtergerechte Verteilung von Versorgungsleistungen. In dieser Arbeitsgruppe wollen wir uns zum einen kritisch mit dem neoliberalen Ansatz der Ökonomisierung des Care-Sektors auseinandersetzen. Zum anderen wollen wir der Frage nachgehen, ob und wie Gender Budgeting in Haushalten (geschlechter-)gerechtere Verteilungseffekte erzielen kann.

 

Schlüsselfragen:

 


AG 4: Intersektionalität und Diskriminierung – Einblick in die Praxis interkultureller Arbeit

Lesbisch, türkisch, und…- Intersektionalität und Dimensionen sozialer Ungleichheit

 

Impulsreferat: Tülin Duman, Aktivistin und Expertin für Antidiskriminierungsarbeit, Berlin

Formen von Ausgrenzung werden zumeist isoliert dargestellt und die jeweiligen Gruppen homogenisiert. Mehrfachzugehörigkeit wird unter Bedingungen sozialer Ungleichheit und Diskriminierung und deren Wechselwirkung und Relationalität thematisiert, und deren analytische und praktische Auswirkung sollen reflektiert werden.

 

Schlüsselfragen:

 


AG 5: Implementierung von Gender & Diversity-Strategien

 

Moderation: Birte Rodenberg

Mit: Maria de Eguia Huerta, Freie Universität Berlin / Forschungsauftrag GIZ; Annemarie Sancar, Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, Bern; Arn Sauer und Lucy Nowottnick Chebout, Dreilinden gGmbH/Studie LSBTI-Geberförderung, Berlin; Victoria Schauerhammer, GIZ Marokko, Rabat

 

Praktische Umsetzung von theoretischen Konzepten scheitert oft an zweierlei: zum einen sind die Personen, die die Verantwortung für die Umsetzung haben mit den theoretischen Konzepten nicht vertraut und können diese nicht gut operationalisieren. Zum anderen sind Partnerorganisationen häufig überfordert, wenn es um die Berücksichtigung von Genderfragen geht. Gender und/oder Diversity-Aspekte sind daher oft aufgesetzt und genügen in den Projekten formalen Kriterien ohne dadurch wirklich die Projekte inhaltlich zu durchdringen. Staatliche und nichtstaatliche Organisationen verfolgen dabei auch unterschiedliche Ansätze.

 

Schlüsselfragen:

 


AG 6: Postkoloniale Entwicklungspolitik-Kritik: Herausforderungen und Perspektiven

 

Impulsreferat: Ina Kerner, Humboldt-Universität zu Berlin

 

Postkoloniale Auseinandersetzungen mit Entwicklungspolitik, insbesondere Arbeiten auf dem Umfeld der Post-Development-Kritik, laufen oftmals auf eine Fundamentalkritik an jeder Form der Entwicklungszusammenarbeit hinaus – schon der Begriff der Entwicklungszusammenarbeit selbst erscheint zuweilen als Beschönigung neokolonialer Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse. Was und wie viel ist dran an dieser Kritik? Und lassen sich Formen der Entwicklungspolitik denken und praktizieren, die postkolonialen Kritiken standhalten? Falls ja, wie könnten diese Formen aussehen?

 

Schlüsselfragen:

 


 

Die Präsentationen und Vorträge, die auf der Tagung und in den Arbeitsgruppen gehalten wurden, sind hier einsehbar.


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© 2011  Gender und Diversity-Strategien: Entwicklungszusammenarbeit und Perspektiven postkolonialer Theorie  |   |
Stand: 20.04.2011

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